Die Allianz «Es reicht!» ist ein Zusammenschluss gleichberechtigter kirchlicher / katholischer Verbände, Gruppen und Bewegungen, die sich einer dialogfähigen, befreienden und solidarischen Kirche verpflichtet wissen. allianz_selbstverstandnis

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Zur Absetzung von Generalvikar Martin Kopp durch Bischof Peter Bürcher:
Ein mutiger Mahner wird mundtot gemacht  

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Die Allianz «Es reicht!» ist konsterniert und wütend über die Absetzung von Generalvikar Martin Kopp, einem hochverdien­ten Seelsorger, der sich zeitlebens für eine glaubwürdige Kirche engagiert hat. Er hat nicht nur eine diakonische Kirche verkündet, sondern in seinem eigenen Haus auch gezeigt, wie sich das machen lässt.

Bischof Peter Bürcher hat sich seit seiner Ernennung durch Papst Franziskus zum Apostolischen Administrator nicht durch Aktivitäten hervorgetan. Bekannt wurden lediglich seine Aufrufe zum gemeinsamen Beten, Handeln und zum Brücken bauen. Nun desavouiert er diese selber.

Mit Martin Kopp wird jenes Mitglied des Bischofsrates mundtot gemacht, das seit Jahren immer wieder vor den unguten Entwicklungen im Bistum Chur gewarnt hat. Er wiederholt seit langem: Die Bischofswahl sei für die pastorale Situation im Bistum Chur, für die Stimmung unter den Mitarbeitenden und für das Verhältnis zur Öffentlichkeit entscheidend. Wir teilen die Befürchtung von Kopp, dass die Wahl eines klaren Gegners des dualen Systems gravierende Folgen für die schweizerische Realität von konstruktiver Zusammenarbeit haben könnte.

Bischof Bürcher – und seine Einflüsterer – unterstellen Kopp, dass er mit seiner Meinungsäusserung die Bischofswahl beeinflusse. Unloyal soll er sein, weil er kritisch an den Zusammenhang von Wahl und Auftrag der Kirche in unserer Zeit erinnert. Glaubt Bürcher wirklich, dass eine solche Wahl im luftleeren Raum stattfindet? Ebenso gut könnte man ja die Absetzung von Kopp als unloyale Wahlbeeinflussung apostrophieren!

Die Churer Seilschaft agiert einmal mehr mit totalitären Methoden. Der prominenteste und einzige mutige Mahner in der Bistumsleitung wird mundtot gemacht. Und so will man auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge ein­schüchtern, denn diese brauchen ja für ihre Arbeit eine bischöfliche Genehmigung.

Die Allianz «Es reicht!» dankt Martin Kopp mit Hochachtung für seinen Mut, seine Unbestechlichkeit und seine Glaubwür­digkeit. Sie wird seinen Einsatz für eine glaubwürdige Kirche unbeirrt weiterführen.

Hinweis: Veronika Jehle hat eine Protest-Petition lanciert, die von Einzelpersonen unterschrieben werden kann.

Folgende 13 Gruppierungen haben als Allianz-Mitglieder in einer Vernehmlassung explizit und einstimmig zugestimmt:
Basisgruppen-Bewegung Schweiz
Bethlehem Mission Immensee BMI
ethik22 – Institut für Sozialethik
FrauenKirche Zentralschweiz
Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche
jubla – Jungwacht Blauring Schweiz
KAB Christliche Sozialbewegung (Katholische Arbeitnehmer*Innen-Bewegung)
Kirchliche Gleichstellung Basel
Komitee aus dem Urnerland «Nicht mit uns, Herr Bischof Vitus Huonder!»
SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund
Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung TheBe
Verein tagsatzung.ch
Zöfra – Verein der vom Zölibat betroffenen Frauen

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Die Allianz ist sehr erfreut über die Ernennung von Bischof Peter Bürcher als Administrator des Bistums Chur durch Papst Franziskus. Die Allianz hofft, dass Bischof Peter «im Bistum Chur eine Atmosphäre schaffen kann, auf der ein künftiger Bischof aufbauen kann.» Hier finden Sie dazu den Beitrag von kath.ch.

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Hier finden Sie unsere Medienmitteilung zum Missbrauch in der Katholischen Kirche.

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Gemeinsam für einen Neuanfang im Bistum Chur!

Die Allianz nimmt eine der Forderungen der Kirchen-Kundgebung 2014 in St. Gallen wieder auf und verlangt, auf die Wahl eines neuen Bischofs zu verzichten und die Verantwortung für das Bistum vorübergehend einem dialogfähigen und integrierend wirkenden Administrator anzuvertrauen. Die Massnahme soll Zeit schaffen, die Situation im Bistum zu beruhigen, pastorale Sichtweisen zu überdenken und den Boden für einen Neuanfang zu bereiten.

Dem Bistum Chur und der Kirche Schweiz darf nach den polarisierenden Hirten Wolfgang Haas und Vitus Huonder kein weiterer Bischof zugemutet werden, der spaltet. Wir brauchen Bischöfe, die das Vertrauen der Gläubigen geniessen und für eine Kirche stehen, die den Menschen und  dem Leben dient. aer_chur_petition_bischofwahl

Über 2’500 Persönlichkeiten haben die Petition unterzeichnet. Sie wurde im Februar 2017 dem Apostolischen Nuntius in Bern übergeben, zuhanden von Papst Franziskus. Details zur Medienberichterstattung der Eingabe der Petition im Februar 2017 finden Sie hier.

Wir haben nie eine Empfangsbestätigung erhalten.
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Kontakt: allianz.es-reicht@bluewin.ch